Die "Funktionelle Verbandtechnik", auch "Taping" genannt, ist
eine seit vielen Jahren in der Praxis bewährte und durch
zahlreiche Untersuchungen belegte effektive Versorgungsmethode
von Verletzungen, Erkrankungen und degenerativen Veränderungen
am Bewegungsapparat. Diese physiologische Verbandtechnik orientiert
sich an der funktionellen Anatomie sowie der Biomechanik; sie
wird in erster Linie mit klebenden Binden (Tapes) ausgeführt.Neue
biomechanische Erkenntnisse haben gezeigt, dass "Funktionelle
Verbände" besonders wenn sie direkt auf die Haut geklebt
werden, über die Reizung der Mechanorezeptoren der Haut
und Propriorezeptoren von Muskeln und Sehnen neuromuskuläre
Reaktionen auslösen, die eine zusätzliche aktive Stabilisierung
der betroffenen Funktionseinheit (z.B. Gelenk) bewirken. Durch
dieses Plus an Stabilität zeichnet sich der Funktionelle
Verband gegenüber allen anderen Versorgungsmethoden, wie
z.B. Braces, aus.
Darüber hinaus stabilisiert der Funktionelle
Verband selektiv, das heißt, er stellt nur die verletzte
Struktur einer Bewegungseinheit ruhig, während alle anderen
Funktionen und damit die Beweglichkeit soweit wie möglich
erhalten bleiben.
Das Resultat einer indikationsgerechten,
subtil ausgeführten Funktionellen Verbandtechnik ist maximale
Stabilität bei gezielter funktionaler Mobilität.
Die
Wirkungen des Funktionalen Verbandes lassen sich auf folgenden
Nenner bringen:
Der Funktionelle Verband erhält oder
schafft das physiologische Gleichgewicht zwischen Stabilität
und Mobilität. Er schützt und stützt sowohl passiv
als auch aktiv und entlastet selektiv die gefährdeten, gestörten
oder verletzten Anteile einer Funktionseinheit, erlaubt die funktionelle
Entlastung im schmerzfreien Bewegungsraum, verhindert extreme
Bewegungen und unterstützt die Ausheilung.